Architekturquartett NRW

  • 20. Oktober 2022  von 19:00 – 21:00 Uhr
  • K20, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Grabbeplatz 5, 40213 Düsseldorf

Die Veranstaltung wird zusätzlich live auf dem AKNW-YouTube-Kanal gestreamt.

Der Hitzesommer des Jahres 2022 macht noch einmal die Dringlichkeit deutlich, mit der wir unsere Städte auf die Folgen des Klimawandels hin neu ausrichten müssen. Unstrittig ist, dass mehr Bäume und Pflanzen entscheidend dazu beitragen können, Regenwasser zurückzuhalten, CO2 zu binden, Sauerstoff zu produzieren und Schatten zu spenden.  Wie kann die grüne Stadt der Zukunft konkret aussehen? Welche Konzepte gibt es für die Begrünung von Bauwerken? Und wie lassen sich ökologische Ziele im Dialog mit Investoren auch ökonomisch darstellen?

csm_Architekturquartett_titel_hoch_d139754c7a Architekturquartett: Grün in der Stadt

Diese Fragen diskutiert das 15. Architekturquartett NRW am 20. Oktober im Düsseldorfer K20. Unter dem Titel „Grün!“ werden drei  exemplarische Projekte mit grünen Dachwelten aus NRW vorgestellt, die Ausgangspunkt für Erkenntnisse und Überlegungen zu Fragen der Architektur, der Stadt- und Freiraumplanung sowie der Klimaresilienz sein können.

Vorgestellt und besprochen werden der ALTMARKTgarten in Oberhausen (Architektur: Kuehn Malvezzi Associates GmbH, Berlin / Landschaftsarchitektur: atelier le balto, Berlin), die RAG-Zentrale in Essen (Architektur: Kadawittfeldarchitektur, Aachen / Landschaftsarchitektur: GREENBOX Landschaftsarchitekten, Köln) und der Kö-Bogen II in Düsseldorf (ingenhoven architects, Düsseldorf).

Obwohl in der öffentlichen Wahrnehmung das Interesse an „grüner Architektur“ steigt, sind Gebäude mit umfassender Begrünung in Deutschland noch selten anzutreffen. Die drei Projekte des 15. Architekturquartetts der Architektenkammer NRW zeichnen sich allesamt durch innovative Begrünungskonzepte aus und setzen diese auf ganz unterschiedliche Art und Weise um. So steht bei dem Projekt ALTMARKTgarten der Gedanke des „Urban Farmings“ im Fokus. Auf 1100 Quadratmetern wachsen hier in einem Gewächshaus, das dem Gebäude des Oberhausener Jobcenters aufgesetzt wurde, Kräuter, Salate und Erdbeeren. Nach dem Prinzip „Cradle to Cradle“ wurde in Essen die neue Zentrale der RAG errichtet. Durch eine üppige Bepflanzung sowie durch das Anbringen von Fledermauskästen ist auf dem Dachgarten ein lebendiges Biotop mit Aufenthaltsqualität inmitten der Industrielandschaft der Zeche Zollverein entstanden. Der Kö-Bogen II gilt als „Europas größte Grünfassade“. Das an prominenter Stelle in der Düsseldorfer Innenstadt gelegene Gebäude ist mit mehr als 30 000 Hainbuchenhecken bepflanzt.

Wie zukunftsfähig diese Begrünungskonzepte sind, diskutieren der Architekt Stefan Behnisch (Behnisch Architekten, Stuttgart), der Landschaftsarchitekt Prof. Andreas Kipar (LAND, Düsseldorf/Mailand), die Moderatorin und Journalistin Andrea Oster sowie die Kunsthistorikerin Dr. Hilde Strobl (Co-Kuratorin der Ausstellung „Einfach Grün – Greening the City“ am DAM / Universität Innsbruck). Alle drei Projekte werden im Verlauf des Architekturquartetts ausführlich vorgestellt.

Weitere Infos und Anmeldung:
www.aknw.de/aktuelles/veranstaltungen/details/veranstaltung/architekturquartett